Arbeiten bei der Caritas - mehr als nur ein Job
In der Caritas engagieren sich bundesweit rund eine halbe Million hauptberufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Menschen in Not. Dabei bringen sie ihre Fachlichkeit ein und setzen ein Zeichen ihres Glaubens.
In den Diensten und Einrichtungen der Caritas arbeiten Menschen mit unterschiedlichen Kompetenzen und Qualifikationen: Erzieherinnen und Erzieher, Ärztinnen und Ärzte, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Krankenschwestern und -pfleger, Reinigungskräfte und viele andere mehr. Als Ansprechpartner, Ratgeberinnen, Begleiter und Therapeutinnen tragen sie Verantwortung für die Qualität und den Auftrag der Caritas, Menschen in schwierigen Lebenslagen zu helfen. In ihrem Einsatz leben sie das, was Caritas übersetzt bedeutet: Die Nächstenliebe.
Partnerschaftliches Miteinander
Das kirchliche Arbeitsrecht betont die gemeinsame Verantwortung aller, die für die Caritas arbeiten. Dieses Miteinander drückt sich auch in der Wortwahl aus. In der Caritas gibt es Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter statt Angestellte oder Arbeiter. Die Arbeitgeber heißen Dienstgeber und die Arbeitsverhältnisse werden als Dienstverhältnisse bezeichnet.
Auf der Basis dieses Selbstverständnisses hat die Caritas ein eigenes Tarifwerk entwickelt, in dem die Arbeitsbedingungen geregelt sind. Die Richtlinien für Arbeitsverträge in den Einrichtungen des Deutschen Caritasverbandes (AVR) werden von der Arbeitsrechtlichen Kommission des Deutschen Caritasverbandes (AK) festgelegt. Das Besondere daran: In diesem Gremium haben Dienstgeber und Mitarbeiter gleich viele Stimmen. Beschlüsse können nur mit einer Dreiviertelmehrheit gefasst werden. Die Beteiligungsrechte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einrichtungen regeln diözesane Mitarbeitervertretungsordnungen (MAVO).
Informationen zum Thema Arbeitsrecht bei der Caritas
AVR – Die Arbeitsvertragsrichtlinien der Caritas
Was ist die Caritas?
Not sehen und handeln – lautet der Anspruch der Caritas in Deutschland. Mehr als eine Million Menschen setzen sich hauptberuflich oder ehrenamtlich dafür ein, dass dieses Ziel erreicht wird. Damit ist die Caritas einer der größten Arbeitgeber im Land – allerdings wird der Verband nicht als Wohltätigkeitskonzern geführt. Die Mitarbeiter verteilen sich auf rund 25.000 Beratungsstellen, Einrichtungen, Dienste und Verbände. Diese sind finanziell und rechtlich selbständig. Sie gestalten ihre Angebote nach dem Bedarf vor Ort.
Kindergärten, Sozialstationen, Krankenhäuser, Pflegeheime, Beratungsstellen und viele andere unterstützen jährlich elf Millionen Menschen bei der Bewältigung verschiedener sozialer Probleme. Zu den Arbeitsfeldern der Caritas gehören unter anderem die Kinder- und Jugendhilfe, Behindertenhilfe, Gesundheits- und Krankenhilfe, Altenhilfe, Suchtkrankenhilfe, Migrationshilfe und die Hilfen in besonderen Lebenslagen.
Anwalt und Partner von Menschen in Not
Die Caritas ist der Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche in Deutschland. Er bietet nicht nur konkrete Hilfen für Menschen in Not, sondern handelt auch als deren Anwalt und Partner
in Öffentlichkeit und Sozialpolitik. Der Schutz der Menschenwürde sowie die Solidarität im In- und Ausland gehören zu den zentralen Zielen des 1897 gegründeten Verbandes.
Die Caritas in Deutschland ist föderal aufgebaut. Der Deutsche Caritasverband mit der Zentrale in Freiburg, die Landescaritasverbände und die Diözesancaritasverbände sind jeweils
selbstständige Rechtsträger, deren Mitglieder 636 Kreis- und Stadtverbände sowie karitative Fachverbände und 262 Ordensgemeinschaften sind.
Caritas international ist das katholische Hilfswerk der deutschen Caritas. Es leistet weltweite Katastrophenhilfe und fördert soziale Projekte für Kinder,
alte und kranke Menschen sowie für Menschen mit Behinderung.
Informationen zur Arbeit der Caritas in Deutschland
Internationale Not- und Katastrophenhilfe der